Vernissage in der Städtischen Galerie Haus Basten Geilenkirchen 3. November 2013

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Geilenkirchen. Donner – Sehen. Seit Sonntag (bis zum 24. November) gibt es in der städtischen Galerie Haus Basten wieder mal eine interessante und sehenswerte Ausstellung für alle Kunstinteressierte, Bürgerinnen und Bürger. Der Eintritt ist frei.
Der Titel der Ausstellung: Spannung, Entspannung, Vergänglichkeit und Spuren der Zeit lockte zahlreiche Künstler, Freunde und Bürger an, die es sich nicht nehmen  ließen, zur Vernissage zu kommen und mit Johannes Donner persönlich über seine Werke zu fachsimpeln.
„Über den Donner werden wir heute eine fundamentale Einführung erleben“, begrüßte Bürgermeister Thomas Fiedler die Gäste. Im Haus Basten zeigt Johannes Donner die Vielfalt seines Könnens, die  fasziniert. Fiedler sieht Geilenkirchen mittlerweile als Kunststadt aufblühen, was zahlreiche Ausstellungen derzeit untermauerten.
Unterschiedlich sind Johannes Donners Werke angelegt, für die er Materialien wie z.B. Marmormehl und  Sumpfkalk  benutzt. Er mischt die Farben selbst. Einige Werke erinnern an Naturexplosionen, so Fiedler.
„Johannes Donner gibt sich dem Malprozess hin und folgt dem Fluss, durch auf- und abtragen von Pigmenten, Ölen, Schellack, Beizen, Wachse und Tusche entstehen tiefsatte Farbtöne und ein stimmiges Ganzes.“ So werden die Werke von Johannes Donner umschrieben. Der Kunsthistoriker Skrovon, der bei der Vernissage in das Schaffen Donners einführte: „Man muss bei diesem Künstler damit leben, was kommt.“ Der Zufall bedeutee im Normalfall das Ende aller Kunst. Nicht, dass er dem Zufall zu viel Raum ließe, aber seine Suche nach neuen Bildern sind nicht ergebnisorientiert.“ Er arbeite aus dem Handeln selbst heraus. „Neben diesem aktiven Prozess des Ausprobierens ist es für den Künstler wichtig, auch natürliche Abläufe im Entstehungsprozess zuzulassen, indem er ganz bewusst den Kopf ausschaltet und aus dem Bauchgefühl den Bildträger bearbeitet. Seine Werke, die immer einen starken Oberflächenreiz haben, bewegen sich zwischen Abstraktion, Figuration und Gegenständlichkeit. An  verbrannte Erde und Naturexplosionen erinnern, im weitesten Sinne an die Vergänglichkeit von Landschaften. Seine Arbeiten besitzen ihre eigene und natürliche Identität“, so Skrowron. Feuer der Lava, die Spannung, die Hitze, das Licht, der Raum, Unendlichkeit.  Diese Arbeiten sind Erlebensstücke. Kunst, die aus Erfahrung schöpft.  Donner gehört zu den wenigen Künstlern, die sich selber nicht so wichtig nehmen, uns die Welt erklären zu wollen. Der Betrachter kann sich Raum lassen für die eigene Fantasie und eigenes Erleben.
Johannes Donner aus Wegberg ist seit fast 40 Jahren künstlerisch tätig. In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland hat er seine Arbeiten mit großem Erfolg gezeigt.  In der Ausstellung im Haus Basten zeigt Johannes Donner Werke in Marmormehltechnik auf Leinwand und experimentelle Sumpfkalk-Fresko/Intonaco-Arbeiten, welche beim Trocknen reißen, auf Astroplatten zeigen.
Johannes Donner stellt bis zum 24. November Haus Basten in Geilenkirchen, Konrad-Adenauer-Str. 118, Eingang Friedlandplatz,  aus.
Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 16.00-20.00 Uhr, samstags und sonntags von 14.00 – 18.00 Uhr. Der Künstler wird an den Sonn- und Feiertagen persönlich anwesend sein.
Wer sich weiter für die seine Werke interessiert kann unter www.johannes-donner.de mehr erfahren. Atelierbesuche sind nach Absprache möglich.
Machen Sie sich selbst ein Bild:
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Ausstellung im Haus Basten: Kunstwerke aus Marmormehl und Sumpfkalk

GEILENKIRCHEN. In der Galerie Haus Basten ist Donner derzeit nicht nur hörbar, er ist auch sichtbar. Gemeint ist nicht der in den Naturgewalten dem Blitz folgende Schlag, sondern der Künstler Johannes Donner, der bis zum 24. November seine Werke dort ausstellt.

Außergewöhnlich sind die zum Teil großflächigen Bilder auf jeden Fall, vielleicht kann die Art seiner Malerei sogar mit spektakulär beschrieben werden. Der Betrachter, der „Acryl oder Öl auf Leinwand“ erwartet, wird erstaunt sein, welche Techniken Johannes Donner bei der Herstellung seiner Bilder verwendet. Die Kunstwerke faszinieren durch das verschwenderische Auftragen von Pigmenten, Ölen, Schellack, Beizen, Wachse, Binder und Tuschen, wobei das Ergebnis in eine erhabene Oberflächenstruktur mündet.

Seit rund 40 Jahren hat sich der Wegberger künstlerischen Tätigkeiten verschrieben. Sein Studium führte ihn zunächst nach Aachen, wo er auch bis vor 18 Jahren lebte, bevor es ihn nach Wegberg zurückzog. Viele Jahre lang arbeitete Johannes Donner hauptberuflich als Fotojournalist, was sein Interesse in Richtung Fotokunst lenkte. Er begann, seine Fotos zu verfremden, wobei er sich parallel dazu Grafik und Radierung annahm. „Ich habe immer experimentell gearbeitet“, blickt Donner zurück. Inspiration holte sich der Künstler bei seinen zahlreichen Auslandsreisen. Beispielsweise lernte er in Florenz den klassischen Aufbau von Fresken, „ein schwieriges Handwerk“, wie er zugibt.

Doch die Fresken führten ihn in sein aktuelles Betätigungsfeld, der künstlerischen Gestaltung mit Marmormehl und Sumpfkalk. Ein Zeit intensives Unterfangen, wobei es ein halbes Jahr dauern kann, bis ein Werk vollendet ist. Als Untergrund verwendet Johannes Donner eine Bauplatte aus Austro, die er zunächst grundiert, bevor Marmormehl oder Sumpfkalk aufgetragen wird. Aus dem Bauch heraus entstehen abstrakte Werke, die durch das Auftragen der eingangs erwähnten verschiedenen Materialien und satten Farben einen starken Oberflächenreiz aufweisen. „Spannungsfelder“ ist der Titel der Ausstellung, er ergibt sich auch aus der erzeugten Oberflächen-Spannung, die durch die natürlichen Abläufe im Entstehungsprozess beim Trocknen reißen können. Donners neuestes Experiment sind Arbeiten, die den Betrachter an verbrannte Erde und Naturexplosionen erinnern.

In Geilenkirchen präsentiert der Künstler 23 Werke in Marmormehltechnik auf Leinwand und Sumpfkalk-Fresko/Intonacoarbeiten auf Austroplatten aus jüngster Zeit. Bürgermeister Thomas Fiedler war voll des Lobes über den Künstler wie auch Kunsthistoriker Stefan Skowron, der in die Ausstellung einführte. Während Annegret Heesen mit der klassischen Gitarre für den musikalischen Rahmen sorgte, hatten die rund 60 Besucher bei der Vernissage Gelegenheit, sich von der Schaffenskraft des Künstlers zu überzeugen.

Die Ausstellung im Haus Basten ist dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

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